Der Grand Tower von unten nach oben fotografiert, die Balkonbänder stapeln sich Etage für Etage bis zur Doppelspitze vor blauem Himmel
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Wie viel kostet eine Etage mehr im Grand Tower?

Im Grand Tower stieg der Quadratmeterpreis im Erstverkauf von der 1. bis zur 42. Etage um rund 78 Prozent, im Schnitt etwa 1,4 Prozent je Etage. Die Kurve verläuft nicht gleichmäßig: zwischen der 30. und der 31. Etage liegt eine Stufe von rund 18 Prozent, zwischen der 42. und der 43. eine von rund 52 Prozent, weil dort die Penthouses beginnen. Die 41. Etage lag rund 40 Prozent über der 23.

Die Frage, die jeder Käufer im Grand Tower zuerst stellt, lautet nicht "was kostet der Quadratmeter", sondern "was kostet eine Etage mehr". Beantworten lässt sie sich normalerweise nicht, weil niemand die Preise nebeneinander sieht.

Für dieses Haus lässt sie sich beantworten. Die Erstverkaufsliste des Bauträgers vom 26. Mai 2016 enthält 195 damals noch verfügbare Einheiten von der 1. bis zur 46. Etage, mit Fläche, Typ und Quadratmeterpreis. Ich habe sie als Käufer erhalten und daraus die Preiskurve über die Etagen berechnet.

Zur Methode: Ich veröffentliche hier keine Preise von 2016, sondern ausschließlich die Form der Kurve als Index. Die Basis 100 ist der Median der 1. Etage, jede weitere Zahl der Median dieser Etage im Verhältnis dazu. Die Liste enthielt nur die zu diesem Stichtag unverkauften Wohnungen, ist also eine Stichprobe und keine Vollerhebung.

Die Preiskurve über die Etagen

EtageIndex (1. OG = 100)Gegenüber Vorstufe
1100Basis
5114+14 %
10113±0 %
15120+6 %
20122+2 %
25126+3 %
30136+8 %
31161+18 %
35162±0 %
39170+5 %
41174+2 %
42178+2 %
43271+52 %
45302+11 %

Über die gesamte Strecke von der 1. bis zur 42. Etage steigt der Quadratmeterpreis um rund 78 Prozent, im Schnitt also etwa 1,4 Prozent je Etage. Dieser Mittelwert ist allerdings die unbrauchbarste Zahl der ganzen Tabelle, weil die Steigerung fast vollständig in zwei Stufen steckt.

Die erste Schwelle: Etage 31

Zwischen der 30. und der 31. Etage springt der Preis um rund 18 Prozent. Das ist der größte Einzelschritt unterhalb der Penthouses, und er passiert innerhalb einer einzigen Etage.

Zwei Dinge fallen dort zusammen. Die Wohnungstypen wechseln, die Grundrisse der oberen Hälfte beginnen. Und die Sichtachse ändert sich: unterhalb dieser Höhe steht die vorgelagerte Bebauung im Bild, oberhalb liegt sie darunter. Der Bauträger hat das nicht als graduelle Steigerung bepreist, sondern als eigene Kategorie.

Was sich an dieser Schwelle im Alltag tatsächlich ändert, steht in Wohnen über 150 Metern und, für die Sichtachse über den Nachbarturm, in den Notizen zum Spin.

Das flache Band: Etage 31 bis 42

Oberhalb der Schwelle wird die Kurve auffällig flach. Zwischen der 31. und der 42. Etage steigt der Preis um durchschnittlich nur noch 0,9 Prozent je Etage, insgesamt rund zehn Prozent für elf Etagen.

Das ist der interessanteste Abschnitt des Turms, und zwar preislich. Wer in diesem Band kauft, bezahlt für zusätzliche Höhe verhältnismäßig wenig. Unterhalb der 31. kostet jede Etage mehr, oberhalb der 42. kostet sie ein Vielfaches.

Die zweite Schwelle: Etage 43

Von der 42. zur 43. Etage springt der Quadratmeterpreis um rund 52 Prozent. Dort beginnen die Penthouses.

Der Sprung ist nicht nur ein Preisaufschlag, sondern ein Produktwechsel. Die Einheiten ab der 43. Etage sind über 220 Quadratmeter groß, also mehr als doppelt so groß wie eine reguläre Wohnung, und auf den obersten Etagen erreicht der Index rund das Dreifache der 1. Etage. Die 42. Etage ist bereits eine Übergangsetage, in der sich der Schnitt ändert.

Der Produktwechsel ist nicht durchgehend eine Verbesserung. In den Einheiten oberhalb meiner Etage ist das kleinere Zimmer so geschnitten, dass ein Bett darin nur schlecht sinnvoll steht. Wer mehr Fläche kauft, kauft nicht automatisch besser nutzbare Fläche, und im Penthouse-Bereich verteilt sich der Zugewinn stark auf den Hauptraum.

Damit ist die 41. die letzte reguläre Wohnetage des Hauses: normaler Grundriss, normale Deckenhöhe, normale Größe, und darüber beginnt eine andere Kategorie. Ob der Aufpreis in diese Kategorie sinnvoll ist, steht in Penthouse oder 41. Etage.

Was die Etage nicht erklärt

Ein Ergebnis der Auswertung war für mich unerwartet. Auf der 41. Etage lagen die Eck-Einheiten im Erstverkauf nur rund 0,7 Prozent über den übrigen Wohnungen derselben Etage. Der Bauträger hat Ausrichtung und Balkongröße 2016 also praktisch flach bepreist.

Der Wiederverkaufsmarkt tut das nicht. Eine derzeit angebotene Wohnung auf der 40. Etage mit Ausrichtung Messe und kleinem Balkon liegt bei rund 12.650 Euro pro Quadratmeter. Die Einheit eine Etage darüber mit Skyline-Süd-Blick und großem Eck-Balkon liegt bei rund 13.470 Euro, also etwa sechs Prozent höher, bei praktisch identischer Höhe.

Anders gesagt: Der Markt hat seit 2016 nachbepreist, was der Bauträger nicht eingepreist hatte. Wer heute zwei Angebote im Haus vergleicht, sollte deshalb Etage, Ausrichtung und Balkontyp getrennt betrachten und nicht in einem Quadratmeterpreis verrechnen. Die vollständige Preislogik im Haus steht in den Grand-Tower-Preisen.

Was das für einen Käufer heißt

Drei Dinge lassen sich aus der Kurve mitnehmen:

Der Gebäudeüberblick steht im Grand-Tower-Leitfaden, das Gebäudeprofil in Europa-Allee 2, und alle Beiträge zum Haus im Hub Notizen zum Grand Tower. Die Wohnung in der 41. Etage steht auf der Seite zur 41. Etage; wer sie prüfen möchte, erreicht mich über das Anfrageformular auf der Startseite.

Externe Quelle: Grand Tower bei skylineatlas.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel teurer ist eine höhere Etage im Grand Tower?
Im Erstverkauf stieg der Quadratmeterpreis im Schnitt um rund 1,4 Prozent je Etage. Von der 1. bis zur 42. Etage summiert sich das auf etwa 78 Prozent. Die Steigerung ist aber nicht gleichmäßig verteilt, sondern konzentriert sich auf zwei Schwellen: die 31. Etage und die 43.
Warum ist die 31. Etage so viel teurer als die 30.?
Zwischen der 30. und der 31. Etage liegt in der Preisliste eine Stufe von rund 18 Prozent, der größte Sprung unterhalb der Penthouses. Ab der 31. Etage wechseln die Wohnungstypen, und der Blick über die westlich und südlich vorgelagerte Bebauung wird frei. Der Turm bepreist das als eigene Kategorie, nicht als graduelle Steigerung.
Ab welcher Etage beginnen im Grand Tower die Penthouses?
Ab der 43. Etage. Der Preissprung von der 42. zur 43. beträgt rund 52 Prozent pro Quadratmeter, und die Einheiten sind mit über 220 Quadratmetern mehr als doppelt so groß wie eine Standardwohnung. Die 42. Etage ist bereits eine Übergangsetage mit verändertem Grundriss. Die 41. ist die letzte reguläre Wohnetage.
Lohnt sich der Aufpreis für eine höhere Etage?
Zwischen der 31. und der 42. Etage flacht die Kurve auf rund 0,9 Prozent je Etage ab. In diesem Band kauft man elf Etagen Höhe für etwa zehn Prozent Aufpreis, was preislich der günstigste Abschnitt des Turms ist. Unterhalb der 31. und oberhalb der 42. wird jede Etage deutlich teurer.
Zählt die Ausrichtung mehr als die Etage?
Im Erstverkauf kaum: auf der 41. Etage lagen die Eck-Einheiten nur rund 0,7 Prozent über den übrigen Wohnungen derselben Etage. Im Wiederverkauf ist der Unterschied größer. Eine aktuell angebotene Wohnung auf der 40. Etage mit Messe-Ausrichtung und kleinem Balkon liegt rund 6 Prozent unter der Einheit eine Etage höher mit Skyline-Süd-Blick und großem Balkon.

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